Viva Colonia!

Paris hat den Eiffelturm, Wien das Riesenrad und Berlin das Brandburger Tor. Und was hat Köln? Köln hat seinen Dom, die Kirche Groß Sankt Martin und das historische Rathaus. Außerdem hat die Stadt eine Seilbahn über den Rhein, eine ausgeprägte Bierkultur und eine fünfte Jahreszeit: den Karneval.

Von Klagenfurt innerhalb von nur 80 Flugminuten zu erreichen, tun sich für Kulturverliebte in der Rheinmetropole zahlreiche Möglichkeiten auf: neben den bereits genannten, weltweit bekannten architektonischen Meisterwerken finden sich in den Gassen der Altstadt auch zahlreiche Museen, wie das „Römisch-Germanische Museum“, das „Museum Ludwig“ und das „Farina-Duftmuseum“ sowie viele Denkmäler und Brunnen wie den „Tünnes und Schäl“ oder den „Heinzelmännchenbrunnen“.

Und dann gibt’s auch noch das Bier. Egal in welchem Viertel man sich befindet, die nächste Kneipe, in der einem der Köbes eine Stange Kölsch serviert, ist niemals weit.

Kölner Dom

Wenn’s um den Kölner Dom geht, dann zählt das Sprichwort „Gut Ding braucht Weile“ gleich im doppelten Sinn. Zum einen, weil der Bau des imposanten gotischen Bauwerks über 600 Jahre gedauert hat, zum anderen, weil man sich für einen Besuch desselben auch viel Zeit nehmen sollte. Denn von der Domschatzkammer in den alten Gewölben bis hin zur Aussichtsplattform am Südturm gibt es allerhand zu bestaunen. Unter anderem auch die größte frei schwingende Kirchenglocke der Welt.

Echt Kölsch

In Köln gibt’s Biergenuss in Rheinkultur. In zahlreichen Brauhäusern in der ganzen Stadt, vor allem aber zwischen Dom, Rathaus und Rheinpromenade, wird das traditionsreiche, obergärige Bier gebraut, dass als „Kölsch“ weltweite Bekanntheit erlangt hat. Getrunken wird es in der typischen Kölsch-Stange, und das oft auch in rauen Mengen. Unser Tipp: Zwischendurch auch mal Wasser trinken und für eine ordentliche Unterlage sorgen. Zum Beispiel mit Halver Hahn.

Belgisches Viertel

Im Belgischen Viertel rund um den Brüssler Platz zeigt sich Köln von seiner kreativen Seite und gibt sich jung, urban und multikulturell. Hier reihen sich kleine Boutiquen und Concept-Stores an hippe Szene-Restaurants und zahlreiche Galerien – und zum Entspannen findet sich an jeder Ecke ein gemütliches Café. Perfekt zum Flanieren, vor allem, wenn man für Mode und Design etwas übrig hat.

Karneval

Kölle alaaf!

Wer schon den Villacher Fasching lustig findet, wird den Karneval, oder „Fastelovend“, wie ihn die Kölner nennen, mit Sicherheit lieben. Die Saison beginnt traditionellerweise bereits am 11. 11. um 11:11 Uhr, nach dem Auftakt mit der Vorstellung der neuen Karnevalsregenten wird es aber erst mal still. Die Ruhe vor einem Sturm, der von der Weiberfastnacht bis zum Veilchendienstag (unser Fasching-Dienstag) die ganze Stadt erobert.

Köln platzt zu dieser Zeit aus allen Nähten, früh genug zu buchen, ist also der wohl wichtigste Tipp, den man zum Karneval geben kann. Ansonsten ist es völlig ausreichend, sich ordentlich zu maskieren und unters Volk zu mischen, ein paar Kölsch zu trinken und niemals, aber auch wirklich niemals „Helau“ statt „Alaaf“ zu rufen, um ja keine bösen Blicke der lokalen Bevölkerung zu ernten. Und bitte achtet auf tieffliegende Pralinen. Die schmecken zwar gut, können aber auch ins Auge gehen.

Must Sees in Köln

Rosenmontag

Der Umzug am Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalssaison: Rund 10.000 Teilnehmer ziehen mit über 100 prunkvollen Wagen durch die Stadt – bestaunt werden sie dabei von einer Millionen Zuschauern. Da kann es schon mal eng werden, vor allem vor dem Dom und am Bahnhofsvorplatz. In der Südstadt sollte sich aber immer ein Plätzchen finden.

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Geisterzug

Während tagsüber die bunten Traktionskorps, Clowns und andere Narren paradieren, sammeln sich am Karnevalssamstag-Abend Hexen, Gespenster und allerlei andere dunkle Gestalten zum Kölner Geisterzug. Unwesen treiben sie aber nicht, vielmehr werden auch bei diesem Umzug, der ganz ohne Faschingswagen auskommt, fleißig Bützje ausgeteilt. Entstanden ist der Geisterzug übrigens 1991 als Anti-Kriegsdemo.

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Lachende Kölnarena

Nach dem großen Auftakt des Straßenkarnevals am Wieverfastelovend – also am Donnerstag vor dem Karnevalswochenende – geht ganz Köln den Freitag eher ruhiger an. Erst am Abend finden wieder Karnevalssitzungen statt: die größte und auch ehrlichste darunter (hier sind kaum Politiker oder andere Stargäste zu erwarten) ist die „Lachende Kölnarena“, in der du mit 10.000 Kölnern ungezwungen feiern kannst.

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